Router R lernt zwei externe Routen zum selben Präfix von zwei verschiedenen benachbarten ASes. Route A hat MED 50 (von AS65001), Route B hat MED 100 (von AS65002). Unter der Annahme des standardmäßigen Cisco BGP-Verhaltens und keiner speziellen Konfiguration, welche Aussage ist wahr?
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Richtige Antwort: Die MEDs werden für Routen von verschiedenen benachbarten ASes ignoriert; die Entscheidung geht zum nächsten Attribut über.
Warum dies die Antwort ist
Cisco BGP ignoriert standardmäßig den MED-Wert (Multi-Exit Discriminator), wenn Routen von verschiedenen autonomen Systemen (ASes) stammen. Der MED wird nur verglichen, wenn die Routen vom selben benachbarten AS stammen. Da hier die Routen A und B von AS65001 bzw. AS65002 kommen, werden die MED-Werte 50 und 100 nicht berücksichtigt. Die BGP-Pfadauswahl geht stattdessen zum nächsten Attribut in der Entscheidungsreihenfolge über. Die Option, dass Route A aufgrund des niedrigeren MEDs ausgewählt wird, ist falsch, da der MED-Vergleich nicht stattfindet. Die Aussage, dass BGP auf Cisco MED immer über verschiedene ASes hinweg vergleicht, ist ebenfalls falsch. Die Präferenz für den höheren MED ist generell nicht korrekt; ein niedrigerer MED wird bevorzugt, wenn er verglichen wird.
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